Hamburg für lau

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Mai 13, 2015
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von Linda van Rennings

Hamburg ist groß, maritim und teuer – so das gängige Vorurteil über die schöne Hansestadt. Dabei kann man in die zweitgrößte Stadt Deutschlands auch problemlos mit einem kleinen Geldbeutel reisen und dennoch so viel erleben, dass ein Wochenendtrip dafür gar nicht ausreicht.

Ein Zimmer in den Hamburger Jugendherbergen spart bares Geld. Von den Hostels Hamburg Auf dem Sintfang und Horner Rennbahn sind es nur wenige Minuten bis zur  Innenstadt.

Sightseeing

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Wer sich erst einmal einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten der Stadt verschaffen und eine grobe Orientierung erhalten will, schwingt sich am besten in die Bus-Linie 111. Die fährt zwischen Altona und HafenCity und damit auch vorbei an dem Fischereihafen, St. Pauli und den Landungsbrücken. 16 Sehenswürdigkeiten vom Rathaus Altona bis zur Speicherstadt seht ihr auf der halbstündigen Fahrt – etwa alle 111 Sekunden eine.

Der alte Elbtunnel ist ein faszinierender Ort und die erste Flussuntertunnelung des Kontinents. Mehr als 400 Meter sind die zwei Tunnelröhren lang, die euch von St. Pauli zu der Werftinsel Steinwerder bringen. Der von 1907 bis 1911 errichtete Tunnel wurde nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und ist bis heute eine der wichtigsten Bauten Hamburgs.

Die HafenCity Hamburg ist das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt in Europa. Hier entsteht ein komplett neuer Stadtraum direkt an der Elbe. Wissenswerteres dazu gibt es im HafenCity Infocenter. Außerdem starten hier ganz unterschiedliche Touren – vom Grünen Landgang bis zur NachtSicht. Die Führungen sind kostenlos.

Kunst und Kultur

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Auf der Hamburger Stadtpark-Freilichtbühne treten im Sommer immer viele tolle Künstler auf. Die Karten gibt es zu den üblichen Ticketpreisen. Wenn der Wind allerdings gut ist, kann man sich auch woanders im Park niederlassen und der Musik lauschen. Sehen kann man das Konzert dann zwar nicht, die Musik hört man aber immer noch gut.

Einen spannenden Einblick in die Tierwelt erhalten Sie im Zoologischen Museum der Universität Hamburg. Dort gibt es Walskelette, präparierte Bären, Elche und Nashörner und eine große Insektensammlung zu entdecken. Der Eintritt zur Schausammlung ist frei, Spenden sind jedoch gern gesehen.

„Kurz und gut ist lang genug!“ Unter dem Motto findet jeden letzten Sonntag im Monat der Literatur-Quickie statt. Fünf Autoren – meist aus dem Großraum Hamburg – lesen dort maximal 15 Minuten lang aus ihren Büchern vor. Die Veranstaltung ist zwar nicht kostenlos, aber für sechs Euro Eintritt bekommen Sie gute literarische Unterhaltung und vielleicht den einen oder anderen Buchtipp.

Ausflugsziele

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Botanischen Garten von Ashley Van Haeften

Pflanzen soweit das Auge reicht gibt es im Botanischen Garten der Universität. Zwischen den vielen verschiedenen Pflanzenarten lässt es sich bei einem Spaziergang wunderbar entspannen. Auch einen Duft- und Tastgarten gibt es, bei dem die Sinne herausgefordert werden. Seit 2012 trägt der Botanische Garten in Anlehnung an die Hamburger Ehrenbürgerin den Namen „Loki Schmidt Garten“.

Keine Lust, viel Geld für teure Restaurants auszugeben? Wie wäre es stattdessen mit einem gemütlichen Picknick auf einer der vielen Grünflächen in Hamburg. Besonders beliebte Plätze sind die Außenalster, der Hamburger Stadtpark oder der Szenekiosk Strandperle. Dort können Sie selber Grillen.

Wo im Winter eine Eisbahn steht, kann von Mitte April bis Ende September nach Herzenslust geskatet werden. Die Rollschuhbahn im Park Planten und Blomen erstreckt sich über 4.300 m2 – hier findet jeder ausreichend Platz zum Rundendrehen.

Einkaufen

Klar, Hamburg ist Großstadt und dort findet man so ziemlich jedes bekannte Geschäft. Viel spannender wird es jedoch, wenn man abseits der typischen Shoppingmeilen sucht. Der Dauerflohmarkt „Mein Regalboden“ im Hamburger Norden bietet Second Hand Klamotten, Neuwaren und Kunstartikel zu kleinen Preisen. Nach dem Prinzip „Geben und Neben“ arbeiten die beiden Umsonstläden Hamburgs im Gängeviertel und in der Stresemannstraße. Dort können Sie Dinge hinbringen, die Sie nicht mehr benötigen und anderen damit eine Freude bereiten. Natürlich kann man im Umkehrschluss auch etwas mitnehmen.

Unterwegs in Hamburg

Das Cityrad oder den Nahverkehr nutzen

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Credit: Sebastian Völker

Was gibt es besseres, als eine fremde Stadt mit dem Rad zu erkunden? Richtig – Nichts! Deshalb ist das CityRad das wohl beste Fortbewegungsmittel für den Trip durch Hamburg. Nachdem Sie sich einmalig für 5 Euro angemeldet habt, können Sie alle CityRäder an allen Stationen nutzen und damit quer durch Hamburg fahren. Die erste halbe Stunde ist beim CityRad frei. Da die Stationen so nah beieinander liegen, können Sie in den 30 Minuten locker zu einer anderen Station fahren, das Rad dort abstellen und kurze Zeit darauf mit einem anderen Fahrrad für weitere kostenlose 30 Minuten fahren. Der Hamburger Nahverkehr ist gut aufgestellt. Per Bus, Bahn oder sogar mit dem Schiff erreichen Sie alle Plätze und Sehenswürdigkeiten, die die Stadt so zu bieten hat. Für Vielfahrer bietet sich die Hamburg Card an. Je nachdem, wie viele Tage Sie in Hamburg sind, können Sie eine Karte für ein bis fünf Tage kaufen. Damit gibt es freie Fahrt im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und zusätzlich noch Rabatte und Sonderangebote bei zahlreichen Attraktionen.


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